Ein ziemlich luftiges Hobby...

Hier die ganze Hintergrundgeschichte:
„Wie kommt man zu solch einem ausgefallenen Hobby?“

Regelmäßig geht der gelernte Diplom-Physiker und
IT-Spezialist Eberhard Backeshoff mit seinem Motor-
schirm in die Luft. Das bedarf akribischer Flugvorberei-
tungen wie Streckenplanung und Studium von Wind-
und Wettervorhersagen. Gestartet wird auf einer Wiese
in Obschwarzbach, die offiziell bei der Landesluftfahrt-
behörde als Außenstartgelände angemeldet ist.

Vorher mussten Ordnungsamt, Jagdpächter und
Untere Landschaftsbehörde zustimmen. Für Motor-
schirmflieger gilt nun mal Flugplatzzwang. Auch die
sonstigen Regeln der Luftverkehrsordnung müssen
strengstens eingehalten werden. Mindestens 300 m
über dem höchsten Bauwerk und wegen der Nähe
zum Flughafen Düsseldorf nicht höher als 750 m
über dem Meeresspiegel dürfen Motorschirmflieger
hier in der Region fliegen.

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Mit dem ca. 30 kg schweren Propellerrucksack
auf dem Rücken schwingt Eberhard Backeshoff
mit einem kräftigen Anlauf den 25 qm großen
Gleitschirm in die Lüfte. Unterstützt wird er dabei
durch seine Frau Ute oder seinen Sohn Fabian,
die als „Bodenpersonal“ die Rolle des Startleiters
übernehmen. „Man hat fast das Gefühl, selber zu
fliegen statt eine Maschine zu bedienen, die einen
fliegt“, schwärmt der 54-jährige.

Zum Motorschirmfliegen kam Eberhard Backeshoff
über das Segelfliegen und das motorlose Gleitschirm-
fliegen. „Segelfliegen ist ebenfalls ein wunderschönes
Hobby, welches sich allerdings auf Grund des
hohen Zeitaufwandes recht schnell als nicht familien-
kompatibel erwies“, sagt Backeshoff, damals junger
Vater von zwei kleinen Kindern, über seine Zeit als
Segelflugschüler.

Nach vielen Jahren fliegerischer Pause erfolgte
dann der Neustart mit einer Ausbildung zum
Gleitschirmflieger, die er zusammen mit seinem
damals 14 jährigen Sohn im Jahr 2004 erfolgreich
absolvierte. Seit dem haben Vater und Sohn schon
viele schöne gemeinsame Gleitschirmflüge in den
Alpen hinter sich gebracht. Schon bald kam bei
Eberhard Backeshoff der Wunsch auf, auch die
Heimat aus der Luft erleben zu können, und so
absolvierte er in 2007 die Fortbildung zum
Motorschirmpiloten.

Motorschirmfliegen ist nicht gerade ein überaus günstiges
Hobby. Aber es ist sicher mit Abstand die preiswerteste
Methode, „motorisiert“ in die Luft zu kommen. Der hand-
gefertigte Motor kostet rund 4.200 Euro und ca. 3.000 Euro
der Gleitschirm. Die Kosten für die Ausbildung, die
Backeshoff 2004 und 2007 absolviert hat, schlagen noch
einmal mit 1.800 Euro zu Buche.

Aber hat man einmal die Ausrüstung, dann halten sich
die laufenden Kosten ziemlich in Grenzen. Und welches
andere motorisierte Fluggerät begnügt sich schon mit
weniger als 3 Liter Benzin pro Stunde? Insofern lässt
sich dieses Hobby, was die Kosten anbetrifft, noch am
ehesten mit dem Motorradfahren vergleichen.

Bei seinen Flügen hat Backeshoff neben der
erforderlichen Ausrüstung fast immer ein weiteres
„unverzichtbares“ Gerät dabei. Mit seinem Foto-
apparat macht er aus ca. 350 m Höhe wunderschöne
Aufnahmen z.B. von seiner Heimatstadt. Dabei
entstehen interessante Ein- und Ausblicke auf die
Dächerlandschaft von Mettmann.

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